„Wir haben es satt“ - Demo 2018 in Berlin

22.01.2018

Essen ist politisch! Unter dem Motto „Wir haben es satt“ sind in Berlin heute 33.000 Menschen, begleitet von 160 Traktoren, für eine Wende in der Agrarpolitik auf die Straße gegangen.

Mit dem Protestmarsch haben wir ein eindrucksvolles Zeichen gegen die Industrialisierung der Landwirtschaft gesetzt. Im Mittelpunkt stand dabei die Kritik am Einsatz von Glyphosat. Das Unkrautvernichtungsmittel hat verhängnisvolle Konsequenzen für Menschen, Tiere und Umwelt.

 

Wir forderten zudem eine Kennzeichnungspflicht bei tierischen Lebensmitteln, ein Verbot von Reserve-Antibiotika sowie mehr Unterstützung für den Ökolandbau.

Die industrielle Land- und Ernährungswirtschaft verursacht lokal und global Probleme. Der Umbau hin zu einer umwelt-, tier- und klimafreundlichen Landwirtschaft, in der Bauern gut von ihrer Arbeit leben können, darf von der Politik nicht weiter aufgeschoben werden, denn es gibt gute Gründe, die Dinge zu verändern: Artensterben, Grundwasserverschmutzung und Billigexporte nach Afrika. Die fatale Exportorientierung und Landkonzentration, muss endlich beendet werden. Nötig ist dafür eine grundlegende Reform der europäischen Agrarpolitik. Diejenigen, die umwelt- und klimaschonenden Ackerbau betreiben und Tiere artgerecht halten, müssen unterstützt werden, nicht diejenigen, die die meisten Flächen besitzen.

Der Protestzug zog auch am Bundes-Wirtschaftsministerium vorbei. Dort fand zeitgleich ein internationales Treffen von Agrarpolitikern statt, das zehnte »Global Forum for Food and Agriculture« (GFFA). Mehr als 70 Landwirtschaftsminister aus aller Welt nahmen daran teil. Hier war der Protest besonders lautstark. Gefordert wurden die Achtung der Menschenrechte, faire Handelsbedingungen, ein Stopp der verheerenden Billigagrarexporte und mehr Unterstützung für die ländliche Bevölkerung weltweit.

Der Vertreter von Equatorial Guinea bekundete seine Solidarität.

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