Zukunft gestalten – ökologisch und sozial

Die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen sowohl global als auch in unserem Land muss Grundlage jeder wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung sein. Nur dort, wo Sozial- und Umweltbelange gleichermaßen berücksichtigt werden, kann Nachhaltigkeit flächendeckend umgesetzt werden.

Umwelt- und Klimaschutz ist auch eine Frage von sozialer Gerechtigkeit. Während umweltschädliche Industrien immer noch stark subventioniert werden, sind es vor allem die sozial Schwachen, die unmittelbar von den Folgen der Umweltverschmutzung und Klimakrise getroffen werden. Und es geht um Fragen der Ressourcenverteilung, um Fragen zu Fluchtursachen aber auch um Fragen des Verbraucherschutzes. Wenn Nitrate im Trinkwasser sind, Pestizide - wie jetzt in den Eiern -, oder Stickoxide oder Feinstaub die Atemluft beeinträchtigen, dann geht es auch um unsere Gesundheit. 

Um den Ausstoß von Treibhausgasen einzudämmen, braucht es einen nachhaltigen Umbau des Energiesektors, die Umstellung auf eine nachhaltige Landwirtschaft, die auch ihre Verantwortung für den Erhalt der biologische Vielfalt wahrnimmt sowie eine Umgestaltung des Verkehrssektors weg von fossilem Individualverkehr hin zu einem flächendeckenden und günstigen öffentlichen Nahverkehr. Nach dem "Diesel-Gipfel" müssen wir uns fragen, wer denn hier in Deutschland eigentlich regiert - die Politik oder die Konzerne? Der "Diesel-Gipfel" war vor allem ein Erfolg der Automobilindustrie. Verlierer sind Verbraucher und Umwelt. Wir brauchen ein neues Konzept für eine nachhaltige Mobilität mit niedrigerem Umsatz von Kohlenstoff und anderen Schadstoffen.

Höher-Schneller-Weiter hat ausgedient. Das allein auf Wachstum basierende Wirtschaftssystem vergrößert die Schere zwischen Profiteuren und Benachteiligten. Erforderlich ist ein sozial-ökologischer Umbau der Gesellschaft.

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